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Alltagstaugliches Vibrationstraining für den Beckenboden

inoroll
Foto: vib.innovation

Heilsame Schwingungen: Neueste Studienergebnisse belegen positiven Einfluss von alltagstauglichem Vibrationstraining auf den Beckenboden

Die Vibrationsrolle inoroll ermöglicht Vibrationstraining zur effektiven Stärkung der Beckenbodenmuskulatur jetzt auch im häuslichen Umfeld.

Jede dritte Frau und jeder zehnte Mann in Deutschland sind von Blasenschwäche betroffen. Ein gesunder Beckenboden schützt nicht nur die inneren Organe, sorgt für eine aufrechte Haltung und lustvolle Sexualität, sondern trägt auch maßgeblich zur Kontinenz bei. Effektive Trainingsmethoden zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur sind daher von großem Interesse für Medizin und Gesellschaft. Die vibratorische Muskelstimulation konnte mit verschiedenen, stationären und kostenintensiven Geräten bereits nachweislich positive Ergebnisse erzielen. Im Rahmen einer gemeinsamen Forschungsarbeit zwischen der vibinnovation GmbH aus Wernigerode und dem Göttinger Gesundheitszentrum Promotio untersucht eine Studie von Jenner und von der Heide (2017) nun erstmals den Effekt einer alltagstauglichen Vibrationsrolle, der inoroll, auf die Beckenbodenmuskulatur. Die aktuellen Forschungsergebnisse werden auf dem 29. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft am 10. und 11. November 2017 einem Fachpublikum präsentiert und tragen einen wichtigen Teil zur Etablierung eines interdisziplinären Therapie-Konzeptes zur Besserung der Beckenbodenfunktion bei.

Neue Möglichkeiten im Bereich präventiven Beckenbodentrainings

Die Einflüsse oszillierender Schwingungen auf die Beckenbodenmuskulatur wurden bereits medizinisch erforscht und das Vibrationstraining aufgrund positiver Studienergebnisse* als Therapieform bei Funktionsstörungen in die Leitlinienempfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (www.awmf.org) aufgenommen. Die positiven Effekte biomechanischer Muskelstimulation auf den Beckenboden, welche bislang ausschließlich unter Verwendung verschiedener Vibrationsplattformen nachgewiesen wurden, konnten in der aktuellen Studie von Jenner und von der Heide („Bedeutung von sensomotorischem Training mit Vibrationsgeräten auf die Beckenbodenmuskulatur und – funktion“, 2017) nun auch durch den Einsatz des alltagstauglichen Vibrationstrainingsgeräts inoroll belegt werden. Das Training mit der innovativen Vibrationsrolle, die selbständig und ortsunabhängig angewandt werden kann, wurde von allen Studienteilnehmern als positiv eingestuft und es konnten eine Verbesserung der Blasenfunktion und Kraftentfaltung des Beckenbodens erzielt werden. Aufgrund der deutlich niedrigeren Anschaffungskosten und zeitlichen sowie örtlichen Flexibilität eröffnet die inoroll damit neue Möglichkeiten im Bereich des präventiven Beckenbodentrainings.

Interdisziplinärer Ansatz für beste Ergebnisse

Dr. med. Silke von der Heide, die maßgeblich an der Studie beteiligt war, ist sowohl in ihrer täglichen Arbeit als Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin als auch als Mitglied der AGUB (Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion) täglich mit den Folgen einer Dysfunktion des Beckenbodens konfrontiert und weiß um die Brisanz der Thematik: „Ein gesunder Beckenboden ist enorm wichtig für den Körper. Druckbelastungen im Bauchraum wie sie beispielsweise durch Husten, Heben oder Springen entstehen können, werden im Normalfall von der Muskulatur beantwortet und so die Lage der Bauch- und Beckenorgane gesichert. Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre oder spezielle Sportarten wie Laufen beanspruchen die Beckenbodenmuskulatur zusätzlich, was u. a. zu Blasenschwäche führen kann – eine Problematik, die trotz ca. neun Millionen Betroffenen in Deutschland immer noch zu den Tabuthemen gehört.“ Als Referentin der AG-GGUP (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie, Proktologie von PhysioDeutschland e.V.) ist die ausgebildete Physiotherapeutin davon überzeugt, dass das interdisziplinäre Zusammenspiel von Training, Therapie und Medizin in Fällen einer Beckenboden-Dysfunktion enorm wichtig sei.

Aufbauend auf den neusten Studienerkenntnissen wird gerade ein solch interdisziplinäres Konzept im Gesundheitszentrum „Promotio“ in Göttingen unter der medizinischen Leitung von Frau Dr. von der Heide etabliert, die bereits im Rahmen ihrer Dissertation zu dem Thema Beckenboden und Vibration geforscht hat. Geplant ist eine Kombination aus Präventionskursen und eigenständiger Weiterführung zu Hause. „Der Übergang von Therapie in ein gezieltes individuelles Beckenbodentraining spielt eine wichtige Rolle für den Behandlungserfolg. Der Vibrationstherapie kommt dabei eine enorme Bedeutung zu, da die Vibrationen die Sensomotorik des Beckenbodens über das unwillkürliche Nervensystem verbessern und den Patienten in der Aktivierung dieser Muskeln spürbar unterstützen. Nachdem die richtige Aktivierung zuvor erlernt wurde, komplementiert das anschließende Training mit der inoroll die Therapie zur Verbesserung der Beckenbodenfunktion“, erklärt Dr. Silke von der Heide. Eine Folgestudie, die den genauen Effekt dieses interdisziplinären Verfahrens auf eine konkrete Blasendysfunktion untersuchen soll, ist in Planung.

Vibrationstraining

Vibrationstraining nutzt das Prinzip der reflexinduzierten Muskelkontraktion, welche sich neben dem Beckenboden nachweislich auch auf weitere Körperregionen positiv auswirken kann. Zahlreiche Anwendungsfelder sind dokumentiert, darunter die muskuläre Kraft- und Leistungszunahme, eine Zunahme der Knochenfestigkeit und Reduktion des Schmerzgefühls bei Rückenproblemen. Durch regelmäßiges Training mit der inoroll wird die Blutzirkulation erhöht, das Lymphsystem aktiviert und die Streckfähigkeit der Lendenwirbelsäule verbessert. Eine optimierte Körperwahrnehmung und -haltung sowie ein Mobilitätszuwachs und damit einhergehend eine Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität konnten ebenfalls im Rahmen zahlreicher Studien zur Vibrationstherapie belegt werden.

Mehr Informationen zur inoroll finden Sie unter https://www.vibinnovation.de/inoroll.

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