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Physiotherapie für Kassenpatienten

Mit Physiotherapie bezeichnet man Maßnahmen, die der Wiederherstellung oder dem Erhalt der Funktionsfähigkeit dienen. Diese Maßnahmen werden von den Kassen bezahlt. Die Inhalte einer physiotherapeutischen Behandlung sind vielfältig, einige Maßnahmen werden von den Kassen neben der Physiotherapie besonders benannt, dazu gehören:

Manuelle Therapie

Behandlungsansatz der manuellen Therapie ist die gezielte Untersuchung der Gelenke und deren therapeutische Mobilisierung oder Stabilisierung.
 
Somit können Schmerzen gelindert und Bewegungsstörungen verbessert oder beseitigt werden. Die Ausbildung zum Manualtherapeuten ist zeitlich aufwändig und Kostenintensiv.
 
Der Abschluss ist mit einer Prüfung einhergehend.
 
Das Promotio sieht in dieser Ausbildung einen hohen Stellenwert, so dass fast alle unsere Therapeuten derzeit in Ausbildung sind oder bereits fertig.
Manuelle Lymphdrainage / komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE)
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Form der physikalischen Therapie. Ihre Anwendungsgebiete sind breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie ödematöser Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung verschrieben.

Zu einer komplexen Entstauungstherapie gehört jedoch neben der MLD (manuellen Lymphdrainage) auch die Kompressionstherapie und die entstauende Gymnastik.

Bei einer Kompressionstherapie erfolgt nach der Lymphdrainage eine Kompression der gelymphten Region, damit die bearbeitete Region nicht wieder erneut anschwillt. Ein Kompressionsset wird von dem verordnenden Arzt in der Regel gleich mit rezeptiert, um die Kompression zu ermöglichen. Nach einer initialen Entstauungsphase (ca. 2-3 Wochen) erfolgt eine Kompressionsstrumpfanpassung über ein Sanitätshaus. Wir arbeiten eng mit hiesigen Sanitätshäusern zusammen, um diese zeitliche Reihenfolge für unsere Patienten effektiv zu gestalten.
Nach erfolgter MLD und Kompression erfolgt in der Regel noch eine ca 20 minütige entstauende Gymnastik, die ebenfalls vom Arzt verordnet wird (über KG oder Übungsbehandlung)
Krankengymnastik am Gerät (mit EAP- Zulassung)

In der Krankengymnastik am Gerät (KGG) werden unter Einbezug der Trainingslehre an speziellen Rehabilitationsgeräten Verbesserungen der Muskelfunktionen unter Einschluss des zugehörigen Gelenk- und Stützgewebes erreicht.
 
Nach einer ausführlichen Analyse erstellt der Physiotherapeut einen individuellen Trainingsplan unter medizinischen Gesichtspunkten. Ziel ist es Kraft, Koordination, Ausdauer und Flexibilität des Trainierenden zu verbessern.
 
KGG kommt zum Einsatz, z.B. nach Operationen, Verletzungen oder chronischen Beschwerden. Der Patient erreicht durch das gezielte Training eine normale Beweglichkeit und Belastbarkeit der betroffenen Strukturen. Somit kann er seinen Alltag wieder besser bewältigen.
 

 
EAP- Zulassung steht für „erweiterte ambulante Physiotherapie“. Einige Kostenträger (wie z.B. die privaten Kassen und die Berufsgenossenschaften) verschreiben so etwas wie eine "kleine ambulante Rehabilitation" aufgrund bestimmter Diagnosen, wie z.B. Bandscheibenvorfälle, oder nach einer Operation. Die EAP umfasst 120 Minuten Therapie täglich. Welche Therapien für Sie sinnvoll sind, entscheidet Frau Dr. von der Heide nach eingehender Untersuchung
Krankengymnastik am zentralen Nervensystem (KG ZNS)

Zu KG ZNS gehören Maßnahmen wie Therapie nach Bobath, Voita oder PNF ( propriozeptove neuromuskuläre Faszilitation).

Die Bobath-Therapie beschreibt einen problemlösenden Ansatz in der Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener und Kinder mit neurologischen Erkrankungen. Die Behandlung beeinflusst die Partizipationsebene als auch die Struktur- bzw. Funktionsebene. Das Konzept wurde ab 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen und Kinderarzt Karel Bobath, entwickelt. Das Bobath- Konzept basiert auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an den Ressourcen des Patienten. Beide, Karel und Berta Bobath, legten schon damals großen Wert darauf, dass die angewandten Methoden und Techniken immer mit den neuesten neurologischen Erkenntnissen übereinstimmen.
 
 
Das Konzept wird von Therapeutinnen und Therapeuten der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie von Ärzten und Ärztinnen und Pflegepersonal, optimalerweise in berufsübergreifender Zusammenarbeit angewandt. Eingesetzt wird das Bobath- Konzept in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit zerebralen Bewegungsstörungen, sensomotorischen Störungen und neuromuskulären Erkrankungen wie Schlaganfall, Multipler Sklerose, intrazerebraler Blutung, Schädel- Hirn- Trauma, Erkrankungen des Rückenmarks, Enzephalitis, Hirntumoren, Morbus Parkinson, peripheren Nervenschädigungen, etc.